Das InselParadies Sansibar

Weiße Strände, türkisblaues Meer, Palmen und Erholung pur.

Genau das ist meine Vorstellung von Sansibar und nach zwei anstrengenden Wochen auf dem Festland Tansanias genau das Richtige.

Im Landeanflug auf Sansibar

Nur knapp 1,5 Flugstunden vom Kilimanjaro Airport entfernt liegt Sansibar. Der Flughafen ist sehr überschaubar, die wenigen Koffer werden von Hand am Ausgang nebeneinander aufgereiht. Somit stehen wir keine 10 Minuten später vorm Flughafen und werden bereits von unserem Fahrer mit einem herzlichen „Karibu“ empfangen.

Traumstrände auf Sansibar

Gibt es sie denn hier tatsächlich? Diese weiten, weißen Paradiesstrände und türkis-blaues Meer? Ja es gibt sie. Die Bilder, die wir aus dem Internet kennen, sind kein Fake. Aber nicht jeder Traumstrand ist immer ein Traum.

Die Gezeiten sind auf Sansibar aufgrund der Fläche sehr ausgeprägt, sodass sich auch das Landschaftsbild mehrmals am Tag ändert. Aus dem weißem Stand mit strahlend blauen Meer wird teilweise ein von Korallen, Seegras und mit Seeigel überzogener Strand. Wer für einen Badeurlaub nach Sansibar reist sollte das auf jeden Fall wissen, denn bei Ebbe ist das Meer teils Kilometer entfernt.

Aber erst bei Ebbe zeigen sich die versteckten Schätze und lassen sich ganz ohne Taucherbrille entdecken.

Die Einwohner Sansibars

Die Einwohner von Sansibar leben vom Fischfang. An der Ostküste lässt sich nicht nur super der Sonnenaufgang beobachten, sondern auch, wie die Fischer jeden Morgen mit ihren Dhows zum Fischen aufbrechen und erst mit der nächsten Flut zurückkehren. Während der Ebbe findet man dagegen die Frauen am Strand, die sich hie rum ihre „Farmen“ kümmern.

Ausflug nach Stone Town

Stone Town, die Hauptstadt Sansibars, gehört seit 2000 zum UNESCO Kulturerbe. Viele Häuser wurden hier aus Korallensteine erbaut, deshalb ist Sansibar-Stadt auch unter ihrem Namen Stone-Town bekannt. Wer sich nun aber eine wunderschöne Altstadt vorstellt, den muss ich enttäuschen. Für Restaurationen fehlt meist das Geld und so verfallen viele Häuser vor sich hin. Aber gerade dieser Kontrast von aufwändig verzierten Türen und bröckelnden Fassaden, dazwischen die kleinen afrikanischen Geschäfte mit Obst und Gewürzen und afrikanischem Handwerk haben einen ganz besonderen Reiz. Auch hier gilt: Einfach mal treiben lassen.

Bekannt ist Sansibar für die Traumstrände und verschiedenen Gewürze, aber dass hier starker Sklavenhandel betrieben wurde, wissen nur die wenigsten. Deshalb unbedingt auf über die Geschichte in der Stadt informieren.

Schnorchel-Tour vor Mnemba Island

Schnorchel-Touren sind auf Sansibar sehr beliebt und die Preise dementsprechend hoch. Wer das ganze Geld tatsächlich bekommt ist fraglich. Wir möchten dennoch unbedingt zum Riff bei Mnemba Island, da es besonders schön sein soll. Am Strand treffen wir ein paar Einheimische, mit denen wir uns für den nächsten Tag zum Schnorcheln verabreden. Wir bezahlen zu viert für das Boot knapp US § 30 und sind gespannt was uns erwartet.

Wir müssen uns an die Gezeiten anpassen und planen die Abfahrt mit Ebbe und Flut. Die Jungs kennen jede Sandbank und wissen genau wo wir entlang müssen. So zieht unser Boot langsam über das kristallklare Wasser an der Küste entlang… bis wir doch aufsetzen. Kurz gibt es etwas Stress zwischen den beiden Männern, aber alles halb so schlimm und wir können unsere Fahrt weiter voransetzen.

Plötzlich sehen wir etwas vor uns auftauchen: Delfine!!! Damit hätten wir nicht gerechnet. Wir steigen ins Wasser, um die Delfine unter Wasser zu beobachten. Rechts schwimmt einer an mir vorbei, dann links und plötzlich sind wir umringt von Delfinen. Ein einmaliges Erlebnis. In der Zwischenzeit sind natürlich noch weitere Boote dazugekommen. Wir machen uns also aus dem Staub und steuern das Riff vor Mnemba Island an. Wie lange wir hier schnorcheln kann ich gar nicht sagen, aber ich muss gestehen, dass ich von der Unterwasserwelt hier sehr enttäuscht bin. Da wir noch bis zur Flut ausharren müssen, steuern wir eine kleine Sandbank an, die nur bei Ebbe sichtbar wird. Und was soll ich sagen: Karibikfeeling pur!

Lohnt sich ein Urlaub auf Sansibar?

Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt, da wir bereits vorher auf dem Festland waren. Nur Sansibar alleine würde ich allerdings nicht die ganze Strecke von Deutschland aus auf mich nehmen, dafür sind die Gezeiten zu stark ausgeprägt und meiner Meinung nach gibt es deutlich schönere und erlebnisreichere Urlaubsinseln. Als Kombination mit einer Safari oder einer Trekking-Tour ist es super. Und da Sansibar noch nicht so touristisch ist, kommt es sehr oft vor, dass man den Strand komplett für sich alleine hat.

Reiseinformationen

Unsere Unterkunft in Matemwe

Wir entscheiden uns für eine Unterkunft in Matemwe, da es einer der schönsten Strände Sansibars sein soll und wir uns hier auf Sansibar 100% erholen möchten, bevor es wieder zurück in den Arbeitsalltag geht. Nach knapp einer Stunde fahrt erreichen wir die die Villa Kiva*. Wir sind sofort begeistert und als uns der Inhaber dann auch noch ein Upgrade in die Suite gibt können wir unser Glück kaum fassen. Nachdem wir fast 14 Tage im Zelt übernachtet haben ist das Luxus pur und wir sind schon beim Anblick tiefenentspannt.

Fortbewegung auf der Insel

Wie überall wo es etwas touristischer ist, sind die Taxi-Preise absolut nicht angebracht. Für eine Fahrt nach Stone Town wird hier mehr als US $ 10 pro Person verlangt. Weshalb wir uns für die Fahrt mit dem öffentlichen Bus, auch Dala Dala genannt, entscheiden.

Wir haben uns für die Fahrt im Dala Dala entschieden, preislich sind die Fahrten in den öffentlichen Bussen nicht zu toppen, bequem ist etwas Anderes. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Die Dala Dalas halten überall, einfach ein Zeichen geben und der Minibus stoppt, entsprechend kann es manchmal etwas länger dauern. Stehen bleibt hier niemand. Denn auch wenn alle Sitzplätze belegt sind, findet sich irgendwo ein Platz, egal ob auf dem Boden, auf der Stufe oder auf dem Schoß von einem anderen. Aber das macht das alles sympatisch.

Geld auf Sansibar

Die Währung wie in ganz Tansania ist der Tansania-Schilling. Auf der ganzen Insel gibt es nur in Stone Town einen Geldautomaten. Es kann natürlich vorkommen, dass der Automat dann leer ist. Deshalb empfehle ich genügend Bargeld mitzubringen. Kartenzahlung ist hier noch eine Seltenheit. Ich konnte mit meiner Kreditkarte der DKB* aber problemlos und kostenlos an dem vorhandenen Automaten abheben.

Visum

Für die Einreise ist ein Visum notwendig. Dies kann im Voraus oder bei Einreise erledigt werden. Wir haben uns das Visum vor Ort geholt. Unbedingt dafür US $ in bar dabei haben. (Stand 2017)

Gelbfieber-Impfung

Es schwirren verschiedene Erfahrungen über eine Gelbfieberimpfungs-Pflicht im Internet umher. Auch das Auswärtige Amt sagt, dass man keine Gelbfieberimpfung benötigt, wenn man davor nicht oder nur weniger als 12 Stunden in einem Gelbfieber-Endemiegebiet war.

Aber wir sind per Flugzeug vom Festland aus eingereist und wir wurden noch bevor wir das Flughafengebäude betraten, kontrolliert. (Stand 2017)

Informier dich jedoch am besten direkt beim Auswärtigen Amt oder bei der Botschaft.

Meine Reiseführer-Empfehlung*

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